Anja 90 min. 30 min.

Ihr werdet diesen sommerlichen Rhabarber-Rosmarin-Streuselkuchen lieben. Neulich habe ich beim Durchstöbern einer Zeitschrift bei meinen Eltern ein Rezept für einen Streuselkuchen mit Rosmarin-Streuseln gesehen und war direkt hin und weg. Natürlich handelte es sich bei dem Rezept um einen „normalen“ Streuselkuchen. Ich habe mir also gedacht: „Das kriegst du auch in vegan hin!“ Und da man zurzeit an jeder Ecke Rhabarber findet, habe ich mich an diese Kombination gewagt und bin ganz verliebt in den Kuchen… :)

Zutaten für ein Backblech ca. 21x25cm:

Für den Boden:

125ml                   Sojamilch

10g                        Hefe, frisch

150g                      Dinkelvollkornmehl

100g                      Dinkelmehl (Typ 1050)

3EL                        Agavendicksaft

1 Pck.                    Vanillezucker

Prise                     Salz

40g                        Margarine

Für die Streusel:

30g                        Datteln, eingeweicht

50g                        Mandeln, gehobelt

40g                        Dinkelvollkornmehl

40g                        Haferflocken

60g                        Margarine, kalt

2 TL                       Rosmarin (in Nadelform)

Sonstiges:

450g                      Rhabarber (Netto-Gewicht)

n.B.                       Puderzucker, Sojasahne, Vanilleeis

Zubereitung:

Für diesen himmlischen Kuchen beginnt ihr zunächst mit dem Boden, denn der Boden ist aus einem Hefeteig und muss dementsprechend einige Zeit gehen. Erwärmt also zunächst die Sojamilch bis sie in etwa lauwarm ist und löst dann die frische Hefe in ihr auf. Vermengt dann die beiden Mehlsorten miteinander und siebt sie durch ein Sieb, damit ihr ein feines Mehl erhaltet. Anschließend fügt ihr die anderen trockenen Zutaten, also den Vanillezucker sowie die Prise Salz, hinzu. Schmelzt dann die Margarine so lange bis sie fast flüssig ist, fügt diese zusammen mit dem Agavendicksaft zu den trockenen Zutaten und vermengt anschließend alles miteinander. Ich verwende dazu gerne die Knetfunktion meines Mixers und knete den Teig für mindestens 3 Minuten – ideal sind jedoch 5 Minuten.

Ihr erhaltet auf diese Weise einen Hefeteig, der nicht klebt und der sich zu einer Kugel formen lässt. Deckt den Hefeteig dann mit Frischhaltefolie ab und lasst ihn an einem warmen Ort für 60 Minuten ruhen. Das Volumen des Teiges sollte sich sichtbar vergrößert haben.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Rosmarin-Streusel vor. Dazu übergießt ihr zunächst die Datteln mit kochendem Wasser und lasst sie darin für ca. 10 – 15 Minuten einweichen. Zur gleichen Zeit röstet ihr die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne weitere Zugabe von Fett goldgelb an. Sobald die Datteln weich und die Mandeln abgekühlt sind, könnt ihr fortfahren. Siebt zunächst wieder euer Dinkelvollkornmehl und fügt dann die eingeweichten Datteln, die Haferflocken, die kalte Margarine in groben Stücken sowie den Rosmarin hinzu. Verknetet diese Zutaten mit den Knethaken eures Handrührgeräts (die Rosmarinnadeln werden auf diese Weise etwas zerkleinert). Zum Schluss fügt ihr die gehobelten Mandeln vorsichtig hinzu – sie sollten nicht zu sehr untergehoben werden, denn dann brechen sie schnell. Stellt die Streusel dann in den Kühlschrank.

Nun kümmert ihr euch um den Rhabarber. Schält diesen und schneidet ihn dann in ca. 2cm breite Stücke. Viele Menschen bevorzugen es, den Rhabarber zu süßen, da sie ihn als zu sauer empfinden. Da ich jedoch kein großer Fan von Zucker bin, verzichte ich bewusst auf diesen Schritt. Für mich macht gerade die Kombination von Süße und Säure plus Rosmarin das Besondere des Kuchens aus :) Stellt den geschnittenen Rhabarber dann beiseite.

Ihr könnt nun bereits den Backofen auf 170°C vorheizen.

Sobald euer Hefeteig fertig gegangen ist, knetet ihr diesen noch einmal ordentlich durch. Fettet dann ein Backblech von etwa der Größe 21 x 25cm mit etwas Pflanzenmargarine ein und verteilt dann den Teig darauf. Achtet darauf, dass ihr auch die Ecken etwas hochzieht. Anschließend verteilt ihr die Rhabarberstückchen darauf und zuletzt krümelt ihr eure Rosmarin-Streusel darüber.

Schiebt das Baby dann in den Backofen und backt euren Kuchen für 30 Minuten. Ihr werdet schnell merken, wie eure Küche herrlich nach Rosmarin duftet :) Lasst den Kuchen dann abkühlen und genießt ihn dann beispielsweise mit etwas Puderzucker, Sojasahne oder Vanilleeis. Guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken :)