Brot & Brötchen

Rheinisches Schwarzbrot mit Möhre

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Der rheinische Klassiker: Rheinisches Schwarzbrot – in dieser Version mit Möhre

Ein deftiges Schwarzbrot nach rheinischer Art aus dem vollen Korn

Dieses Schwarzbrot ist nicht nur etwas für Rheinländer, sondern kann sicher auch über Landesgrenzen hinweg überzeugen. Für dieses Rezept solltet ihr im Idealfall den Thermomix besitzen.  

Zutaten:

250g                      Roggenkörner (Alternativ: Roggenschrot)

250g                      Dinkelkörner

100g                      Möhren

480ml                   Sojamilch

2 EL                       Essig (z.B. Apfelessig)

100g                      Zuckerrübensirup

1 Würfel                Hefe, frisch

250g                      Dinkelmehl (Typ 630)

n.B.                        Haferflocken

Rheinisches Schwarzbrot mit Möhre

Zubereitung:

Beginnt für die Zubereitung des rheinischen Schwarzbrots zunächst damit, eure Körner zu schroten. Gebt dazu zu 250g Roggenkörner in den Thermomix und schrotet sie (10 Sek. / Stufe 9). Sofern ihr keinen Thermomix besitzt, könnt ihr alternativ Roggen- und Dinkelschrot verwendet. Beides erhaltet ihr im Reformhaus oder Bioladen.  

Stellt den Roggenschrot dann beiseite und wiederholt den Vorgang mit den Dinkelkörnern. Wascht dann eure Möhre(n) grob ab, entfernt die Enden und schneidet sie in grobe Stücke. Gebt dann auch diese (ca. 100g Nettogewicht) in den Thermomix und zerkleinert sie (5 Sek. / Stufe 5). 

Im nächsten Schritt vermengt ihr 480ml Sojamilch mit 2 EL Apfelessig, 100g Zuckerrübensirup und einem Würfel Hefe im Thermomix. Erhitzt die Flüssigkeit (3 Min. / 37°C / Stufe 2), sodass die Hefe sich auflösen kann. Fügt dann die geschroteten Körner sowie 250g Dinkelmehl und 1 EL Salz hinzu und knetet den Teig (2 Min. / Knetfunktion). Nach Verstreichen der Zeit fügt ihr die geraspelte Möhre hinzu und vermengt den Teig erneut für eine weitere Minute. Ihr erhaltet einen relativ flüssigen Teig.

Füllt den Teig für euer rheinisches Schwarzbrot dann in eine Backform (ich habe eine ca. 30cm lange Kastenform verwendet) und lasst ihn für 30 Minuten gehen. Nach ca. 20 Minuten heizt ihr euren Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vor. Streut dann Haferflocken oder Sonnenblumenkerne über den Teig und gebt das Brot in den Backofen.

Backt es für 120-130 Minuten auf der zweiten Schiene von unten. Euer Schwarzbrot erhält so eine schöne knusprige Kruste ohne anzubrennen. Lasst das Brot dann vollständig auskühlen (mind. 4 Stunden) ehe ihr es aus der Kastenform löst. Guten Appetit! :)

Für weitere deftige Brotrezepte solltet ihr auch unbedingt mein Körnerbrot mit ganzen Nüssen (ohne  Schnickschnack, dafür mit viiielen Nüssen) oder mein (Erd-)Apfelbrot mit Kartoffel und Apfel probieren. 

5 Kommentare

  • Luisa

    Liebe Anja,

    da ich leider eine Fruktoseintoleranz habe, vertrage ich keinen Zuckerrübensirup. Bislang habe ich noch kein Rezept für ein Schwarzbrot gefunden, in dem kein Zuckerrübensirup enthalten ist. Hast du vielleicht einen Tipp oder eine Idee, wodurch man den Zuckerrübensirup ersetzen könnte?

    Liebe Grüße und ganz lieben Dank,
    Luisa

  • Anja

    Liebe Luisa,
    ich bin sicher, dass es auch mit Reissirup gelingen wird.
    Es kommt ja sowohl auf etwas Süße als auch „Kleber“ an – beides erhältst du genauso gut durch Reissirup. Der wiederum ist fruktosefrei :)
    Liebe Grüße,
    Anja

  • Katja

    Liebe Luisa,

    ich finde dieses Schwarzbrot mega-lecker.
    Allerdings hat mich der ganze Würfel Hefe ziemlich abgeschreckt. Ich backe ansonsten viele Rezepte von Lutz Geißler (www.ploetzblog.de), der mit sehr langer Teigführung und wenig Triebmittel arbeitet.
    Also habe ich Dein Rezept versuchsweise „umgebaut“ und anstatt einem Würfel Hefe einen TL selbst gezogenen Roggensauerteig in den Teig gegeben – und auch nur 400 ml Flüssigkeit (Hafermilch) anstatt 480.
    Den Teig habe ich in der gefetteten Kastenform 24 Stunden stehen lassen und dann nach Deiner Anleitung gebacken.
    Durch die lange Gehzeit weichen die größeren Kornanteile vom Schrot mehr auf, das Brot bekommt etwas mehr Bindung und noch mehr Geschmack.
    Danke für das schöne Rezept – es wird definitiv eins meiner Favoriten :-)
    Viele Grüße
    Katja

    • Anja

      Liebe Katja,
      ganz lieben Dank für deine Rückmeldung! Das hört sich toll an – werde ich bald direkt so ausprobieren!
      Ich backe mittlerweile auch bevorzugt mit deutlich weniger Triebmittel, deshalb bin ich dir für deinen Kommentar umso dankbarer.
      Viele Grüße und alles Liebe,
      Anja

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